
07.08.2007
Köln/Bonn wird zur größten FedEx-Drehscheibe in Deutschland
Bis 2010 entsteht ein neues Umschlagzentrum
Das weltweit größte Express-Frachtunternehmen FedEx wird am Köln Bonn Airport sein neues Drehkreuz für Zentral- und Osteuropa einrichten. Eine entsprechende Kooperations-Vereinbarung unterzeichneten Michael Mühlberger, Vice President FedEx, Zentral- und Osteuropa, und Michael Garvens, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH. Danach soll bis zum Jahr 2010 ein neues Fracht- und Sortierzentrum mit einer Fläche von rund 50.000 Quadratmetern entstehen, das die Flughafengesellschaft mit einem Aufwand von rund 70 Millionen Euro errichtet.
Mit der Eröffnung im Mai 2010 verlagert FedEx einen Teil seines Betriebes von Frankfurt zum Köln Bonn Airport, der dann zur größten Drehscheibe von FedEx in Deutschland wird. Gleich zum Start in 2010 werden 450 Jobs direkt am Airport geschaffen, um die rund 60 wöchentlichen Flüge abzuwickeln.
"Um unseren Kunden auch in Zukunft einen Service in gewohnt hoher Qualität zu bieten, müssen wir unsere Umschlagkapazitäten ausbauen", sagt Michael Mühlberger. Der Standort Frankfurt biete FedEx wegen des drohenden Nachtflugverbots keine langfristige Planungssicherheit. "Wir haben mit dem Köln Bonn Airport einen verlässlichen Partner für unsere Pläne gefunden."
"Mit FedEx haben wir unseren Wunsch-Kunden nach Köln/Bonn holen können, ein Welt-Unternehmen, das auch der Region und dem Land NRW gut zu Gesicht steht", freut sich Michael Garvens. "Wir wissen nun, dass wir die Delle, die bei uns durch den Weggang von DHL entstehen wird, langfristig ausgleichen können." Der Weggang der DHL und der Lufthansa Cargo Ende 2007 führen am Köln Bonn Airport zum Verlust von 215.000 Tonnen Fracht pro Jahr und von rund 800 Arbeitsplätzen.
Im Zuge des Projektes wird der Flughafen eine Verlängerung seiner Nachtflugregelung über das Jahr 2015 hinaus beantragen. "In unserer Akquisitions-Gesprächen hat sich erneut bestätigt, dass der Nachtflugbetrieb von elementarer Bedeutung für die Expressfracht-Unternehmen ist", sagt Michael Garvens. "Um allen Beteiligten am Standort Köln/Bonn Planungssicherheit zu geben, halten wir eine weitsichtige Regelung für geboten. In den nächsten Wochen werden wir einen entsprechenden Antrag bei der Landesregierung vorlegen."
Die Zahl der nächtlichen Frachtflüge wird in den nächsten Jahren zurück gehen. Auch nach der Betriebsaufnahme von FedEx wird sie deutlich unter der von 2006 bleiben.
Die neue Frachthalle soll am nordwestlichen Ende des Frachtbereichs entstehen. Bevor mit dem Bau begonnen werden kann, müssen bestehende Gebäude wie das Terminal West, die heutige FedEx-Halle und das Tankdienstgebäude abgerissen werden. Die ersten Arbeiten dazu beginnen noch in diesem Jahr.
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