Energie
Braunkohletagebau und Kraftwerke

Der Rhein-Erft-Kreis galt einst als Energiezentrum Europas. Kein Wunder, lagern im rheinischen Revier doch die größten zusammenhängenden Braunkohlevorkommen des gesamten europäischen Kontinents.

Tagebaue und Rekultivierung prägen den Kreis an Rhein und Erft. Die zahlreichen Betriebe der RWE Power und der mittelständischen Zulieferunternehmen sind unübersehbar, auch wenn sich die Braunkohlegewinnung im offenen Tagebau im Laufe der Jahrzehnte über die Grenzen des Kreises nach Nordwest verlagert. Auf Dauer bleibt im Rhein-Erft-Kreis lediglich der Tagebau Hambach erhalten. Dennoch: Auch in Zukunft ist die Braunkohle wichtiger Arbeitgeber und bietet mehreren Tausend Mitarbeitern in diesen Unternehmen Beschäftigung.

Braunkohletagebau und Kraftwerke

Die Energiegewinnung folgt nicht zeitgleich dem wandernden Tagebau. Die weithin sichtbaren Dampfschwaden der großen Kraftwerke und Brikettfabriken werden auch in Zukunft das Landschaftsbild prägen. Jedoch hat die fortschreitende Liberalisierung des europäischen Energiemarktes auch im Rhein-Erft-Kreis zu Innovationsprozessen in der Energiegewinnung und -versorgung geführt, die sich in modernsten Techniken äußern. Das RWE Power-Kraftwerk Niederaußem gehört bereits heute zu den leistungsstärksten Braunkohlenkraftwerken in Europa und wurde durch den Bau und Betrieb des neuen Blockes BoA (Kraftwerk mit optimierter Anlagentechnik) mit modernster Braunkohlekraftwerkstechnik erweitert. Und im Technologie- und Industriepark-Knapsack baut der norwegische Energiekonzern Statkraft bis Ende 2007 ein Gas- und Dampf-Kraftwerk, das als eine der klimafreundlichsten Anlagen der Welt einen Meilenstein darstellt, von dem die gesamte Region profitieren wird.


Zukunftsenergien

Für den Rhein-Erft-Kreis bedeutet der Rückgang der Braunkohleförderung den sukzessiven Abschied von einer jahrzehntelang dominierenden Wirtschaftstruktur. Den sich bereits seit längerem vollziehenden Strukturwandel greift der Kreis als Herausforderung und Chance auf. Wachstumsbranchen, vor allem im Bereich der erneuerbaren Energien, gilt es zu entwickeln und zu fördern.

Aufbauend auf der hohen Energiekompetenz will der Rhein-Erft-Kreis bestehende Stärken in einem regionalen Miteinander weiterentwickeln. Wenn hier eine Region der Zukunftsenergien entstehen soll, ist ein innovativer Energie-Mix notwendig. Dazu zählen etwa die Nutzung der Fotovoltaik, Solarthermie, Wärmepumpen, Windenergie, Verfahren rationeller Energieverwendung und Biomasse. Besondere Aufmerksamkeit wird bereits heute den Zukunftsthemen Wasserstoff und Brennstoffzelle geschenkt.




 
 

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