1. Hackathon Handwerk Rhein-Erft

Nach der Analyse des eigenen Betriebs und dem kritischen Hinterfragen der Arbeitsprozesse, die durch digitale Technik vereinfacht oder verbessert werden können, ging es Anfang April mit dem „1. Hackathon Handwerk Rhein-Erft“ in die Praxisphase.

„Hackathon“ - eine Zusammensetzung der Wörter hacken und Marathon - beschreibt einen Workshop, dessen Teilnehmende in lockerer Atmosphäre unter fachkundiger Leitung hard- und software-basierte Prototypen bauen. Den „1. Hackathon Handwerk Rhein-Erft“ richtete die Wirtschaftsförderung Rhein-Erft GmbH gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft Rhein-Erft aus; unterstützt wurden sie durch das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk, Koblenz, und den Cybernetics Labs IMA & IfU der RWTH Aachen.

Am 5. April galt es nun, die, in der Auftaktveranstaltung vom Februar dieses Jahres, erkannten Chancen und entwickelten Ideen mittels selbstgebauter Modelle auszuprobieren. Die technischen Bausteine vor Ort wurden von den Ausrichtern bereitgestellt. In den entstandenen Prototypen wurden diverse Sensoren, bspw. zur Messung von Feuchtigkeit, Temperatur oder Staub, und weitere Module verbaut. Die fortlaufend ermittelten Sensor-Daten wurden über Dashboards auf direkt mit den Prototypen verbundenen Notebooks angezeigt. Wissenschaftliche und studentische Mitarbeiter der RWTH Aachen unterstützten die „digitalen Macher“ bei der Arbeit, gaben Tipps und halfen bei der stetigen Weiterentwicklung der Modelle. Die gebauten Modelle haben so überzeugt, dass in einem nächsten Schritt Tests in der Realität folgen sollen. Es gebe unendlich viele Möglichkeiten sich durch eingebaute Chips und Sensoren Daten direkt auf Computern anzeigen zu lassen und diese dann „intelligent“ weiter zu verarbeiten. Es sei beispielsweise möglich, dass der Handwerker eine Nachricht erhalte, wenn ein bestimmtes Gerät beim Kunden gewartet werden müsse oder wenn sich Verschleißerscheinungen zeigten. So könne man tätig werden, bevor etwas passiere. Man müsse nicht immer selbst vor Ort sein und gewinne Zeit. Daraus resultieren zahlreiche Ideen für neue Geschäftsmodelle, sogar Firmenneugründungen werden angestrebt. Einfach machen und durch Schnelligkeit einen Vorsprung gewinnen, lautet die Devise!

Die beim Hackathon geknüpften Kontakte mit dem wissenschaftlichen Institut der RWTH Aachen wollen die Teilnehmenden nutzen. Es gebe noch viele Fragen und Ideen, die erst im Nachgang zu der Veranstaltung aufgekommen seien, auch diese sollen noch beantwortet werden – vielleicht in einer Folgeveranstaltung oder mittels digitaler Möglichkeiten?

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Gruppenfoto: Christoph Krause

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Tel: 02271 99499-0

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