Collage Vortragender beim Netzwerktreffen Internationale Fachkräfte

Fachkräfte-Netzwerktreffen am 23.04.2026 in Wesseling

Internationale Fachkräfte und Unterstützungsangebote für kleine und mittlere Unternehmen

Wie können Unternehmen internationale Fachkräfte gewinnen und welche Unterstützungsangebote gibt es dabei in der Region und in Nordrhein-Westfalen? Beim Fachkräfte-Netzwerktreffen der Gezeiten Haus Gruppe in Wesseling wurden verschiedene Beratungs- und Unterstützungsangebote vorgestellt, die Unternehmen bei der Anwerbung, Integration und langfristigen Bindung internationaler Fachkräfte begleiten.
Kai Grundmann gab Einblicke in die Aktivitäten der Gezeiten Haus Gruppe im Bereich Fachkräftegewinnung und -bindung. Deutlich wurde dabei, wie stark der demografische Wandel Unternehmen bereits heute betrifft und wie wichtig es ist, bestehende Mitarbeitende langfristig zu binden und gleichzeitig neue Fachkräfte zu gewinnen. Internationale Fachkräfte können hierbei ein wichtiger Bestandteil nachhaltiger Personalstrategien sein.

Regina Kahle stellte das Welcome Center KMU Rheinisches Revier vor – eine durch das Land NRW und die EU geförderte zentrale Anlaufstelle für kleine und mittlere Unternehmen. Das Angebot unterstützt Betriebe bei Fragen rund um Anwerbung, Beschäftigung und betriebliche Integration internationaler Fachkräfte. Gleichzeitig erhalten Fach- und Ausbildungskräfte mit internationaler Herkunft Beratung und Unterstützung, unter anderem zu beruflicher Weiterbildung und sozialer Integration im Rheinischen Revier.

Ergänzend präsentierte Eleonora Micukaj die Angebote der FAI Fachkräfteagentur International NRW. Unternehmen in Nordrhein-Westfalen erhalten dort kostenfreie Unterstützung bei der internationalen Fachkräftegewinnung – von Prozess- und Integrationsberatung bis hin zur Begleitung bei Anträgen und dem Familiennachzug. Beide Projekte arbeiten eng zusammen und begleiten Unternehmen praxisnah durch die verschiedenen Schritte der Erwerbsmigration.

Dr. Neven Klepo stellte zudem das Kommunale Integrationsmanagement des Rhein-Erft-Kreises vor. Ziel ist es, Integrations- und Verwaltungsprozesse zu beschleunigen, bürokratische Hürden abzubauen und die Arbeitsmarktintegration zu erleichtern – beispielsweise beim Übergang von der Ausbildung in eine Beschäftigung oder bei Fragen zum Aufenthaltsrecht.

Das Netzwerktreffen machte deutlich: Fachkräftesicherung gelingt nur durch Zusammenarbeit. Der Rhein-Erft-Kreis setzt dabei auf die enge Verzahnung von Wirtschaftsförderung, Integration und Strukturwandel, um Unternehmen langfristig zu stärken und die Region zukunftsfähig aufzustellen.

 

 

 

 

 

 

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