Kühler Hitzetag im Hürther Rechenzentrum
Das 12. Treffen Netzwerk Digital Rhein Erft fand am Freitagnachmittag, dem 26. Juni, im Rechenzentrum des Unternehmens nLighten in Hürth statt.
Trotz der außergewöhnlich hohen Temperaturen folgten rund 30 Teilnehmende der Einladung der Wirtschaftsförderung Rhein Erft GmbH (WFG). Die klimatisierten Räume des Rechenzentrums boten an diesem Tag einen idealen Ort für Austausch und Vernetzung.
Zu Beginn begrüßten Susanne Kayser Dobiey, Geschäftsführerin der WFG, sowie Michael Frenzel, Projektleiter Digitalisierung, gemeinsam mit Florian Kritzler, Head of Sales Deutschland bei nLighten, die Gäste. Sie ordneten das Netzwerktreffen in die strategischen Aktivitäten der WFG ein, die darauf abzielen, die Digitalwirtschaft im Rhein Erft Kreis weiter zu stärken und Unternehmen mit relevanten Innovations- und Infrastrukturpartnern zusammenzubringen.
Im Anschluss stellte Florian Kritzler das Unternehmen nLighten vor und erläuterte die Rolle moderner Rechenzentren für die digitale Leistungsfähigkeit einer Region. Für viele Unternehmen ist ein Rechenzentrum wie das in Hürth, insbesondere als sogenannter Colocation Standort, interessant. Dabei handelt es sich um einen professionell betriebenen, hochsicheren Raum, in dem Unternehmen ihre eigene Server Technik unterbringen können. Das Rechenzentrum übernimmt dabei zentrale Aufgaben wie physische Sicherheit, Brandschutz, Energieversorgung, Notstrom, Netzwerkanschlüsse und – gerade an heißen Tagen besonders relevant – eine zuverlässige und energieeffiziente Kühlung. Für Betriebe, die ihre IT Infrastruktur nicht mehr im eigenen Gebäude betreiben möchten oder können, bietet Colocation eine stabile, skalierbare und ausfallsichere Alternative.
In seinem Impulsvortrag „Die digitale Infrastruktur von morgen – lokal, souverän und auf Augenhöhe“ zeigte Kritzler auf, wie regionale Rechenzentren zur digitalen Souveränität beitragen, welche Anforderungen moderne IT Infrastrukturen erfüllen müssen und welche Chancen sich daraus für Unternehmen im Rhein Erft Kreis ergeben. Die Teilnehmenden nutzten die anschließende Diskussion, um Fragen zu technischen Konzepten, Sicherheitsstandards und regionalen Entwicklungsperspektiven zu stellen.
Die Netzwerkpartner nutzten das Treffen zur Vorstellung ihren aktuellen Themen. E. Mannus Weiß präsentierte die Datenschutzkonzept GmbH und gab Einblicke in moderne Datenschutzstrategien für Unternehmen. Zoltan Schaaf stellte die BBQ – Baumann Bildung und Qualifizierung GmbH vor und zeigte auf, wie Qualifizierung und Weiterbildung die digitale Transformation unterstützen. Nikolaos Konstantinous von CloudKleyer erläuterte Cloud Infrastrukturangebote für mittelständische Unternehmen. Abschließend präsentierte Matthias Neugebauer von START Hürth das Projekt „AIPA“, das erste AI IPA.
Ein Höhepunkt folgte mit der Führung durch das Rechenzentrum. Die Teilnehmenden erhielten einen praxisnahen Einblick in die technischen Abläufe, die Sicherheitsarchitektur und die Energie- und Kühlkonzepte eines modernen Datacenter Standorts. Viele nutzten die Gelegenheit, um sich über konkrete Einsatzmöglichkeiten für ihr eigenes Unternehmen zu informieren.
Beim anschließenden Networking mit Getränken und Fingerfood entstanden zahlreiche Gespräche über gemeinsame Projekte, Kooperationsmöglichkeiten und die weitere Entwicklung der Digitalregion Rhein Erft.
Die Veranstaltungsreihe wird am 11. September mit dem 13. Treffen des Netzwerks Digital Rhein Erft fortgesetzt.
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