futuRE Lounge 2025 zeigt Projekte und Akteure, die den Strukturwandelprozess vorantreiben
Mit Verleihung des EXISTENZGRÜNDUNGSPREISES RHEIN-ERFT-KREIS 2025
Zur „futuRE Lounge 2025“ luden der Rhein-Erft-Kreis und die Wirtschaftsförderung Rhein-Erft GmbH (WFG) ins Medio Rhein-Erft ein, wo sich mehr als 200 Gäste aus Wirtschaft, Forschung, Verwaltung und Politik versammelten, um Einblicke in die vielfältigen Initiativen zu erhalten, mit denen der regionale Wandel vorangetrieben wird.
Landrat Frank Rock eröffnete den Abend und betonte die besondere Verantwortung des Kreises sowie seine Gestaltungskraft in Zeiten des Umbruchs. Susanne Kayser-Dobiey, Geschäftsführerin der WFG, hob im Anschluss die Bedeutung der Zusammenarbeit in der Region hervor. Die Moderation übernahm Henning Quanz, der das Publikum direkt mit einem interaktiven Fragespiel einband – unter anderem mit der Frage, ob Politiker im Jahr 2050 durch künstliche Intelligenz ersetzt würden, was die Anwesenden klar verneinten.
Ein inspirierender Vortrag von Dr. Pero Micic folgte, einem der führenden Experten im Bereich Zukunftsmanagement. Unter dem Titel „Zukunftsfreude“ zeigte er auf, wie Unternehmen durch strategische Vorausschau und frühzeitiges Erkennen von Trends langfristig erfolgreich bleiben können. Anschließend diskutierten Dr. Arndt Selbach (Evonik Chemiepark Wesseling), Alex Dickmann (Al Village), Professor Dr. Stefan Kesselheim (Forschungszentrum Jülich) und Dr. Micic gemeinsam darüber, welche technologischen Entwicklungen den Rhein-Erft-Kreis in den kommenden Jahrzehnten prägen könnten.
Der Höhepunkt des Abends war das Finale des Existenzgründungspreises Rhein-Erft-Kreis 2025. Drei Teams präsentierten jeweils fünf Minuten lang ihre Geschäftsideen: Technic Riders Summit stellte eine datenbasierte Plattform zur intelligenten Vernetzung von Mobilität vor, die Bluegardens AG warb für mehr urbane Begrünung zur Steigerung der Lebensqualität in Städten, und die Premergency GmbH demonstrierte eine KI-Lösung zur Optimierung von Rettungsketten. Das Publikum stimmte live per App ab und kürte Dr. Alexander Nichau und seine Frau Katja von Premergency mit 72 Prozent der Stimmen zu den eindeutigen Gewinnern, die einen mit 3.000 Euro dotierten Scheck erhielten.
Erstmals wurde zudem der Sonderpreis Handwerk verliehen. Die mit 1.500 Euro ausgestattete Auszeichnung der Kreishandwerkerschaft Rhein-Erft ging an Sabrina Degen aus Brühl, die mit „Wolkenlos-azubigeführt“ einen von Auszubildenden geführten Friseursalon eröffnet hat. Mit viel Applaus und farbenfrohen Cocktails verabschiedeten sich die Gäste in eine entspannte Lounge-Atmosphäre.
In ihrem Grußwort unterstrich die NRW-Wirtschaftsministerin, die zugleich Schirmfrau des Existenzgründungspreises ist, wie bedeutend innovative und nachhaltige Gründungsvorhaben für den Transformationsprozess sowie für die Zukunft des Kreises sind. Im Rahmen der futuRE Lounge am 19. November wurde der von der Kreissparkasse Köln gestiftete und mit 3.000 Euro dotierte Preis bereits zum achten Mal verliehen.

